Am 22./23. Februar war es endlich soweit: Hannovers Reise zum Glück! Genauer gesagt, die siebte Utopianale, das hannoversche Dokumentarfilmfestival. Monatelange Planung und Vorbereitung hatten das Utopianale-Team in Atem gehalten. Ob sie das Glück finden und einfangen konnten?

 

Samstag - Die Reise beginnt

Das Utopianale-Team traf sich am Samstag bereits in den frühen Morgenstunden, um das Freizeitheim Linden auf Hochglanz zu bringen. Ab 10 Uhr fanden sich dann die ersten Glückssuchenden ein und halfen Tom und Cheryl vom Hof Luna fleißig beim Schnippeln. Andere liefen durchs Freizeitheim und entdeckten den Raum der 1000 Fragen, in dem man sich wunderbar selbst reflektieren konnte.

 

Im selben Raum saß auch Elisa, die eine Aktion names „Facereading“ anbot. Im Raum neben ihr, dem „Raum des Engagements“, gab es verschiedene Stände mit coolen Aktionen. Vertreten waren die „Limmer Nachbarschaft“, das „Platzprojekt“, "Hometown Hannover“, "Ökostadt" sowie „Extinction Rebellion Hannover“. Auch auf dem Flur präsentierten sich verschiedene Aktionen: der „Mehrwert-Laden“,„The Power of Moo“ und der Wissenschaftsladen Hannover e.V. als Trägerverein der Veranstaltung. Während es schon langsam anfing, lecker nach dem Essen zu duften, füllte sich der Filmsaal.

 

Moin und Salaam

Nach einer Begrüßung vom Wissenschaftsladen-Chef Felix Kostrzewa, der nochmal das Motto „Moin und Salaam“ ans Herz legte, sowie der Projektleiterin der diesjährigen Utopianale Dominika Vogs und Silke van Laak, Geschäftsführerin des Freizeitheims Linden sowie Lea Teatrine von der Stiftung Leben und Umwelt, wurde der erste Film des Wochenendes „Climate Warriors“ abgespielt. Danach wimmelte es nur so von Prominez auf der Bühne, denn im Anschluss an den Film fand direkt ein Podium statt.

 

Als Moderationsteam machten Felix Kostrzewa und Christine Schwarz eine gute Figur, ebenso wie ihre vier Gäste: Max Matthias von „Extinction Rebellion, Maria Albers von „Students for Future Hannover“, Louka Delautre von den „Earth Guardians Germany" sowie der ehemalige niedersächische Umweltminister Stefan Wenzel. Es folgten Antworten auf die Fragen „Welchen Aktivismus braucht es heute?“ und „Welche (Climate) Warriors gibt es?“. Die Runde hatte kunterbunte Antworten und noch mehr Anregungen, auch aus dem Publikum wurden einige Fragen beantwortet.

 

Das Essen ist angerichtet!

Thom und Cheryl hatten etwas Leckeres aus den geschnippeltem Gemüse gezaubert. Während dies genüsslich verspeist wurde, hörte man auch viele Gespräche über den Film.

Gegen 15 Uhr begaben sich alle zur Vorstellung der Workshops in den Filmsaal. Bei so vielen verschiedenen Workshops fiel es echt schwer, sich für einen zu entscheiden. Nach den Workshops gab es dann nochmal eine kleine Pause, bevor

dann der zweite Film behutsam eingelegt wurde: „Das stille Leuchten“. Nach der andächtigen, entspannten Stimmung konnte man nach Filmende noch im Saal bleiben, um Mantren zu singen. Wenn aber mal jemand von dem gefüllten Programm überfordert war, konnte man sich auch in den „Ruheraum“ begeben, ein gemütlich eingerichteter Raum mit genug Kissen, Decken und Pflanzen zum Entschleunigen und Entspannen.

 

Gemeinsamer Ausklang trotz Regen

Wer lieber die leckeren Brote mit Aufstrich genießen wollte, konnte auch dies tun. Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu, doch einen letzten Film hatte das Utopianale-Team noch parat: „Embrace – Du bist schön“. Nach diesem Film gab es auch trotz des regnerischen Wetters ein kleines Lagerfeuer draußen, bei dem köstlicher Kakao getrunken sowie gesungen wurde. Damit war der erste Tag der „Reise zum Glück“ in Hannover auch schon vorbei.

 

Sonntag – Mit einem Mitbringfrühstück entspannt in den Tag

Der Sonntag startete ziemlich entspannt. Bei einem gemeinsamen Mitbringfrühstück wurde gelacht, gequatscht und genossen, was das Buffet hergab. Eine gute Gelegenheit, neue Dinge zu probieren, die man vorher noch nicht auf seinem Frühstücksbrötchen hatte. Nachdem alle gesättigt und der Energiespeicher aufgefüllt war, ging es im Filmsaal zur Niedersachsenpremiere von „Trees of Protest“. Der Film erregte gemischte Gefühle beim Publikum. Doch die Fragen in den Köpfen hatten die Gelegenheit, auf die Bühne gebracht zu werden, denn: Nick Schader, der Regisseur und einer der Hauptprotagonisten Tam waren zu Gast beim Podium. Moderiert von Felix Kostrzewa gab es ein spannendes Gespräch mit einigen Fragen aus dem Publikum.

 

Danach gab es eine Kaffee- und Kuchenpause mit Kuchen von „Linden backt!“, der auch schnell vergriffen war. Mit vollen Bäuchen ging es wieder in den Filmsaal zur Vorstellung der Workshops. Ebenso wie am Vortag gab es einige vielfältige Workshops, bei denen die Glückssuchenden viel mitnehmen konnten, egal ob materiell oder gedanklich. Nach den Workshops gab es wieder lecker beschmierte Brote, als Stärkung für den nächsten Film namens „Unsere kleine große Farm“. Dann gab es einen kleine Feier im Filmsaal, bei dem das gesamte Utopianale-Team auf die Bühne kam und mit lieben Dankesworten von Felix Kostrzewa und Dominika Vogs überschüttet wurde. Der letzte Film des Wochenende „The Artist und The Pervert“ schloss die Reise nach zum Glück erfolgreich ab.

 

Na, seid ihr glücklich geworden? Wir hoffen es, denn wir sind es dank diesem tollen Wochenende!

Die 7. Utopianale wurde finanziell unterstützt von der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover, dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und der Nds. Bingo-Umwelt-Stiftung.

 

Wir danken den Förder*innen, unseren Kooperationspartner*innen Stiftung Leben und Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen und dem Freizeitheim Linden sowie allen, die dieses Wochenende durch Ihr Mitwirken und ihrer Anwesenheit möglich gemacht haben.

 

Danke an alle Beteiligten, Besucher*innen, Interessierte und Mithelfer*innen. Schön, dass Ihr da wart - es war ein Fest!

 

Übrigens: Die Utopianale 8 findet am 27./28. Februar 2021 im Freizeitheim Linden statt. Das Thema ist: Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Wir freuen uns über Deine und Eure Mitwirkung. Meldet euch bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

[Cosma Jo Gagelmann, 6.3.2020]