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Am 11.-12. November veranstaltete der Wissenschaftsladen Hannover e.V. zum fünften Mal das Dokumentarfilmfestival Utopianale in Hannover-Linden.
Es fanden sich über 400 Besucher*innen im Freizeitheim Linden am Wochenende ein. Sie sahen sechs Dokumentarfilme und nahmen an insgesamt 18 Workshops und Lernwerkstätten teil. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ informierte sich das Publikum über nachhaltige Initiativen und Programme aus Hannover und der Region.

 

Zusätzlich gab es zum ersten Mal am Freitag vorweg einen Projekttag für Schüler*innen,

der in Zusammenarbeit mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) und Dialogmoderator*innen von „Dialog macht Schule“ ausgerichtet wurde. An dem ausgebuchten Schulprojekttag zum Thema Lernen nahmen 170 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5-10 an 16 Workshops teil.

 

In diesem Jahr lautete die Leitfrage der Utopianale „Wie wollen wir lernen?“. Deshalb ließ es sich Rita Maria Rzisky, Bildungsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, nicht nehmen, die Veranstaltung mitzueröffnen.
Gemeinsam nachzudenken begrüßte sie in ihren einführenden Worten und wies nicht zuletzt darauf hin, dass man durch Fehler und Missgeschicke „aus denen man lernt“, also aus Versuchen, besonders viel lernen kann.

 

Buntes Programm mit gemeinschaftlichen Erlebnissen

Schon der Eröffnungsfilm „Freistunde-Doing Nothing All Day“, am Samstagvormittag war gut besucht. „Freistunde“ porträtiert unterschiedliche Schulen aus Deutschland, Israel und dem Vereinigten Königreich, in denen die Schüler*innen ihren Stundenplan selbst bestimmen und das gleiche Stimmrecht haben wie ihre Lernbegleiter*innen.
Anschließend sprach Festivalleiter Felix Kostrzewa mit Margret Rasfeld von der Initiative „Schule im Aufbruch“ über die drängende Notwendigkeit der Transformation der heutigen Lehranstalten in modernen Schulen, in denen anstelle des Eintrichterns von standardisiertem Abfragwissen, Kreativität und individuelle Begabungen gefördert werden.

 

Zwei weitere Filmgespräche am Samstag ermöglichten den Zuschauern ergänzende Perspektiven: Mit dem Verein Mittendrin e.V. aus Hannover zur Inklusion und mit Jan-Phillippe Lücke vom Verein Zukunftswerkstatt IhmeZentrum e.V. zur Wiederbelebung eines solchen Komplexes und der Gemeinschaft seiner Bewohner.

 

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Experimentierens. Lernwerkstätten zu den Themen Ernährung, Landwirtschaft, Ökonomie und Demokratie anhand des Films „Tomorrow“ wurden von Workshops der Leuphana Universität Lüneburg ergänzt. Von dort kommend gab die Forschungsgruppe „Stadt als Möglichkeitsraum“ einen Kreativworkshop zu Systems-und Design-Thinking und Prof. Dr. Volker Kirchberg bot einen Workshop zu Utopien einer nachhaltigen Stadt an. Mittendrin fand eine kontroverse Diskussion mit der Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Prof. Dr. Ute Stoltenberg, ebenfalls von der Leuphana Universität Lüneburg, statt.

Ein Ausklang mit Heißgetränken am Samstagabend im Palettengarten von Transition Town Hannover e.V. am Ihmezentrum, gemeinsames Essen, am Sonntag mit Mitarbeiter*innen des Permakultur-Lernorts Hof Luna selbst gekocht, machten die Utopianale zu einem runden und auch leckerem, gemeinschaftlichem Erlebnis.

 

Unterstützt von Vielen

Die Utopianale 5 wurde unterstützt vom Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V., dem Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, der Stiftung Leben & Umwelt Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, der Leuphana Universität Lüneburg, von den Vereinen Mittendrin e.V. und Transition Town Hannover, dem Lernort Hof Luna Everode, dem gastgebenden Freizeitheim Linden (Stadteilkultur der Landeshauptstadt Hannover) und gefördert mit Mitteln des Programms „Demokratie Leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Aus Fehlern wird man klug...

Offenbar durch Frau Rzisky inspiriert hatte die ehrenamtliche Crew des Festivals auch das eigene Lernen im Blick und ein paar kleinere Fehler noch eingebaut. Dennoch oder deswegen wurde bereits beim Finale am Sonntag das nächste Festival angekündigt. Die Utopianale No. 6 soll am 10.-11. November 2018 stattfinden und Helfer*innen und Kooperationspartner werden gesucht.

 

Wir freuen uns bereits auf die nächste Utopianale 2018, bei der wir der Frage nachgehen wollen: „Wie wollen wir wohnen?“

 

Mehr Informationen zur Utopianale auf www.utopianale.de
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